Ein gro├čes Kompliment 15.04.19   

Von Jens Henning/Osttüringer Zeitung

Gera. Die Fußballer des FSV Grün-Weiß Stadtroda stehen seit Sonnabend auf den Tabellenrang, den sie auch nach dem letzten Spieltag der Landesklasse, Staffel 1 belegen möchten -auf Rang drei. Nach dem dritten Sieg in Folge mit dem 4:2 beim Aufsteiger SV Roschütz über holten sie den bisherigen Tabellendritten SG Traktor Teichel, der daheim gegen Kahla 2:2 spielte. Die Tabelle ist aber noch etwas schief. Die Teicheler haben ein Spiel weniger ausgetragen und dürften das Nachholspiel gegen Ilmenau gewinnen.

„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Die Roschützer hatten zuletzt dreimal stark gespielt und gepunktet. Sie waren körperlich sehr präsent. Dennoch haben wir das Spiel verdient gewonnen" sagte Stadtrodas Trainer Steffen Richter nach den 90 Minuten. Der Gastgeber schaffte zweimal den Ausgleich, stand aber am Ende mit leeren Händen da, weil Simon Fuchs und Robin Gerdemann noch zum 3:2 (66.) und 4:2 (74.) trafen.

Fuchs, der in der Vorwoche beim 5:1 gegen Teichel viermal traf, eröffnete die Torfolge mit einem Traumtor. Er traf nach einer perfekt getimten Eingabe von Winterpausen-Zugang Lukas Thomas Schott vom Elfmeterpunkt mit einem artistischen Fallrückzieher zum 1:0 (18.).

Vorm 1:1 (22.) durch Robert Grosser war die FSV-Hintermannschaft zu weit aufgerückt. Beim 2:1 (37.) lieferte Lukas Schott wieder die Vorarbeit. Fritz Pöckel vollendete.

Dass die Gäste danach nicht auf 3:1 erhöhten, gefiel Richter nicht. „Wir hatten da eine Szene, da sind wir zu viert aufs gegnerische Tor gelaufen." Statt des 3:1 folgte nach 57 Minuten das

2:2.  Torwart Niklas Padutsch musste sich nach dem Tor einige laute Worte vom Kapitän Karl Grohs anhören. Grohs fiel der Ball nach einer unübersichtlichen Aktion auf dem Kopf und von dort ins Stadtrodaer Tor. Niklas hätte dem Freistoßball entgegen gehen müssen, dann wäre das Tor wohl nie gefallen", sagte Grohs. Doch die Stadtrodaer konnten sich wieder auf die Treffsicherheit von Simon Fuchs verlassen, der das 3:2 erzwang. Beim 4:2 traf Robin Gerdemann aus 16 Metern. Die Vorarbeit lieferte Marian Rennert.

Er war erst kurz vor Anpfiff auf den Roschützer Sportplatz aufgeschlagen, da er vorher mit seiner Nachwuchsmannschaft des FC Carl Zeiss Jena noch unterwegs war.

Der Nachmittag wurde getrübt von der Verletzung von Dominik Hoffesommer. Kurz vor Schluss musste bei Roschütz ebenfalls ein Spieler vom verletzungsbedingt  vom Platz. Richter stellte aber klar, dass das Spiel nie unfair war. „Es war umkämpft aber nicht überhart.“